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Krüger National-Windpark

Krügers National-WindparkKrüger National-Windpark

Der Verschönerungsverein Bederkesa von 1896 e.V. ( VV ) traf sich neulich am See von Bad Bederkesa mit Bürgermeister Thorsten Krüger, um ein neues Schild für den Seerundweg einzuweihen. Zu sehen war der schöne harmonische See hinter dieser gewichtigen Personengruppe aus Politik und Vereinswesen von Geestland.

Ach, hätte sich die Gruppe am See doch einmal umgedreht, dann hätte Herr Krüger mit seinen Schildaufstellern gleich bemerkt und es den Lesern mitgeteilt, dass der Blick vom See in Richtung Ort mit dem beabsichtigten Windpark Bederkesa/Alfstedt an Hässlichkeit zukünftig nicht mehr zu überbieten sein wird. Anstelle einer Verschönerung dann eine echte Verschlimm-Besserung.
Die Kirche und die Burg Bederkesa versacken unter dem Anblick der privilegierten Bauernmaschinen, die die Bürger nicht wollen und dagegen mit 73 % votierten.

Vielleicht war dieses bereits Thema und wir Leser sollen noch nicht erfahren, dass man im Schulterschluss gemeinsam dieses missliche Thema für den Ort wuppen will?  Oder ging es eher um neue Aussichtsplattformen, von denen man auch in nächtlicher Dunkelheit die blinkenden Riesen bestaunen kann, um endlich das Versprechen des Bürgermeisters wahr zu machen: NUN DÜRFT IHR EUCH WIE IN EINER GROSSSTADT FÜHLEN! Werden dann vielleicht die Mühlen angemalt oder mit Efeu „verschönert”? Man weiß es nicht.
Krüger versprach jedenfalls zu Beginn seiner Laufbahn: „Alles bleibt besser!” mit mir. Doch das stimmt nun nicht mehr.

Ein Mühlenfest wäre uns dann aber sicher, raunten schon einige Bürger unter dem Mathilde-Denkmal vor dem Rathaus. Wenn Herr Klie vom VV beklagt, dass die Mühlenbesucher der alten Holländer-Windmühle oben auf dem Berg immer weniger werden, dann wird hier doch zukünftig Ersatz geschaffen, denn die Aufmerksamkeit der Politik  geht ja mehr in Richtung der modernen Mühlen. Da knarzt auch nichts, es rauscht so schön und gefällt auch dem Lobbyverband der Bauern, der Landschaft schluckenden Partei der CDU von Geestland.

In Anbetracht der drohenden Szenerie am Ortseingang von Bad Bederkesa mit den 180 Meter hohen Blinkmonster-Windmühlen erscheint die aktuelle Mühleninszenierung in der Nordsee-Zeitung vom 7.4.2017 „Riesen-Holzschuhe für Fotos” eher als erneutes Ablenkungsmanöver von dem eigentlichen Mühlen-Problem des Ortes und scheint eher der Versuch zu sein, die Leser/Bürger beim Thema Mühlen von der eigentlichen Bedrohung abzulenken.

Im Text erfährt man zusätzlich, dass die Ehefrau des Chefredakteurs der Landkreisredakion der Nordsee-Zeitung, Frau Simone Döscher, für die Bemalung des Schuhwerks mit dem Motiv der Holländer-Windmühle verantwortlich zeichnet und die Schuhe dadurch auf den Sockel eines Kunstwerkes gehoben sei.
Wenn sich nun in Zukunft das Motiv der 13 geplanten PNE Windmühlen auch später auf zukünftigen Holzschuh-Editionen wiederfinden würden – ja, das wäre wahres Stadtmarketing und würde vom Bürgermeister sicherlich mit einem DIN-A4 Zertifikat aus dem heimischen Drucker prämiert.

Holzschuhe im Windpark
Frau Martina Klosik (CDU) würde dann vielleicht in der Figur als Moorhexe als erste mit diesen Kunst-Schuhen durch den Windpark laufen, um zu demonstrieren, dass Touristen und Anwohner magisch von den Windmühlen angezogen werden. Vielleicht auch ein Jugendlagercamp im Windpark – organisiert von der Jungen Union und gesponsort von PNE. Sie prognosizierte ja bereits, als sie noch als Ortratsmitglied der Samtgemeinde Bederkesa für den Bau des Windparks votierte: „ … dass die sehr großen Windräder direkt vor unserem Kurort viele Touristen magnetisch anziehen würden und sich „Bad Bederkesa” als Mekka der Windkraft positionieren könne.”

Von den eigentlichen Problemen des Ortes als Kurort und Ort des Verweilens für Mensch und Tier wird generell in der NZ erst gar nicht berichtet – dafür aber umso mehr über Dekorationen wie handgeschnitze Holzschuhe mit Mühlenmotiven.

Dass nur ein geringer Teil der Verschönerungsvereins, nämlich der Ausschuss für Landschafts- und Umweltschutz, gegen den Windpark seine Stimme erhebt, und nicht der ganze Verein, stimmt ebenso bedenklich. Sollte vielleicht sogar die Mehrheit für den Windpark sein, dieses in der Öffentlichkeit aber nicht kundtun?

Egal – Bad Bederkesa benötigt diesen Windpark nicht – das muss man immer wieder deutlich sagen.
Und was die Menschen von Bad Bederkesa jedenfalls besonders freut, ist die Tatsache, dass der Cheflobbyist Jörg Schröder, führender Mitarbeiter der Firma PNE WIND (Windpark Bederkesa/Alfstedt) nun nicht von der CDU nach Hannover als Wahlkreisvertreter für Geestland nominiert wurde.
Vielleicht wird es bei der anstehenden Wahl ja noch ein Grüner Kandidat werden, denn die wissen ein wenig mehr um die Bedürfnisse von Land und Leuten bei Energiefragen oder Massentierhaltung. Die Frage bleibt jedoch, ob sie es auch in Sachen ‚Verschönerung‘ des Beerster Sees besser können.

Links und Filme dazu:

Holländer-Windmühle Bederkesa
http://www.windmuehle-bederkesa.de/

Tourismus ade / Windpark Kührstedt-Alfstedt in Bad Bederkesa
http://youtu.be/_Hc9o7aYu8I

Politik & Verwaltung gegen Windpark in Bad Bederkesa
http://youtu.be/4BhC5yb_Plw?hd=1

Werteverfall von Immobilien in Bad Bederkesa
http://youtu.be/Hy1ZA1yBVds

 

An alle fetten Bürger?

Fett für GeestlandAn alle fetten Bürger?

Büschen Fett weg? Auf der Fettsack-Karre zur Waage gerollert? Wer möchte nicht dabei sein, wenn der Bürgermeister zur zweiten Wahlkampfrunde seiner Dezernenten-Laufbahn zur nächsten RTL-Verdummungsaktion „Mission Fett weg“ zu einer ‚echten‘ Bürgerbeteiligung aufruft.

SO GEHT DEMOKRATIE IN GEESTLAND!
Fett JA – Politikinhalte NEIN – BROT & SPIELE FÜR DIE UNTERTANEN mit Untertanen die JA sagen, also Krügers sprichwörtlichen MUTBÜRGERN.
Da bekommt garantiert jeder sein Fett weg. Der blanke Unsinn treibt einem die Tränen in die Augen.

Die Landkreisredaktion der Nordsee-Zeitung bekommt langsam Konkurrenz von dem PR-Stab des Bürgermeisters, der sich permanent solche Dinge ausdenkt: Die Ideen von RTL- und Bildzeitungsniveau jagen sich – „Atemlos durch die Nacht – Bis ein neuer Tag erwacht” … immer im Einsatz für den nächsten Unsinn.
Die NZ braucht sich nichts mehr auszudenken – nur noch drucken. Was für eine tolle Meinungsbildung im sozialen und politschen Alltage der neu gegründeten Stadt Geestland.

Die Meßlatte für das Niveau liegt mittlerweile soweit unten, dass es einem schwindelig wird. Man besetzt banale Themen und gestaltet die Spielregeln der Aktion vorher aus, präsentiert dann unter Pressebeteligung das Vorhaben und seine Ergebnisse. Immer auch findet man ausgesuchte Bürger, die gemeinsam vor dem Auge der Kamera posieren.

Quelle: Nordsee-Zeitung vom 8.4.17 „Kriegt Krüger sein Fett weg?”

Gespräch im Dorf:
Neulich rief mir ein Kollege aus Ringstedt zu, der Krüger würde eine neue Aktion machen, um sein Image als fettester Bürgermeister von Deutschland aufzupolieren.

Ich sagte: „Das könne wohl nicht sein, denn er hatte doch am Anfang für Mission Olympic wie ein Eintänzer aus der Fischbratküche aufm Deich für Coca-Cola mit dem Weinreich getanzt und wollte immer abnehmen.”

„Doch doch” meinte mein Gegenüber: „Die Aktion heißt „FETT FÜR GEESTLAND. Der ganze Ego-Wahn jetzt nur ohne Sport!”

 

Loch für Loch kommt man sich näher.

Loch für Loch kommt man sich näherPrivilegiertes Domizil zum Windgolfen für Wohlhabende.
– Vorhaben privilegierter Landwirtschaft –

Wind-Golf-Hannmühlen
Ein Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Cuxhaven, der Stadt Geestland, der Firma PNE, den Bauernverbänden, den Golfvereinen im Cuxland und der Metropolregion Hamburg.

Hier läßt sich wunderbar im Windpark entspannen und ungestört spielen. Wie einst Martina Klosik (CDU Ratsmitglied von Bad Bederkesa) ihre Visionen so genial im Bauausschuß fast schon im „Größenwahn” für die staunenden Bürger formulierte:
„Dass die sehr großen Windräder direkt vor unserem Kurort viele Touristen magnetisch anziehen würden und sich „Bad Bederkesa” als Mekka der Windkraft positionieren könne.”
Besser hätte man keinen Staubsauger verkaufen können.

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Die Produzenten der „Nordsee-Galeere” betonen ausdrücklich, dass sie Verfechter der regenerativen Energieformen sind, sich aber gegen die frühkapitalistischen Landnahmen durch die Landkreisverwaltung Cuxhaven und der Stadt Geestland, die Landschaftsbild-Deformationen und die Vernichtung der in den Windparks lebenden Vögel aussprechen. Betreiberfirmen und landverpachtende Landwirte zeigen dabei keinerlei Interesse, mit den betroffenen Menschen in einen Dialog um bessere Standortlösungen zu treten.

Dabei werden werden bevorzugte Wohnlagen natürlich von den Industrie-Windgeländen verschont, da dort die Lobby wohnt und gerne spielt.

Die Grundstückswerte der betroffenen Menschen dagegen sinken im Wert und die Gesundheit wird durch fiese Geräusche und Schlagschatten beeinträchtigt. Ein Lawine von Klagen würden die Betreiber zu erwarten haben.

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