Ein Feldpostbrief aus dem Rußlandfeldzug 1812

Präambel:
Der „Franzosenbrief” aus dem Besitz der Bederkesaer Familie Helmut und Herta Meyer ist ein historisch wertvoller Beleg aus der französischen, napoleonischen Besatzungszeit, der  im Jahre 1984 als regionales Geschichtsdokument vom Landkreis Cuxhaven im Burgmuseum Bad Bederkesa für die Archäologische Denkmalpflege ins Archiv aufgenommen wurde.

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Erschienen in „Niederdeutsches Heimatblatt” Nr 129,
September 1960
Mitteilungsblatt der Männer vom Morgenstern
Heimatbund an Elb- und Wesermündung e.V.

Ein Feldpostbrief aus dem Rußlandfeldzug 1812
Altbauer August Meier, Bederkesa stellte mir aus Familienakten nachstehend wiedergegebenen Feldpostbrief aus den Septembertagen des Jahres 1812 zur Verfügung.
(Übersetzung von Werner Schieder)

Lepel, am 26. September 1812

Meine lieben Eltern! Ihren letzten Brief vom 7ten Juny habe ich am 13ten July richtig erhalten. Groß war meine Freude, als ich das Glück hatten von den Händen liebender Eltern einen Brief zu erhalten, und zum höchsten Gipfel meiner Freude, als ich den Wechsel derselben darin erhielt.

Am 24ten Juny gingen wir über die Memel und betrat ich also zum ersten Mahle Rußland. Ehe wir das unternahmen, wurde uns erst die feierliche Proclamation vorgelesen, daß der Krieg zwischen Frankreich und Rußland unvermeidlich sei, indem letzteres dem Erbfeind von Frankreich (England) nicht entsagen wolle.

Ungehindert setzten wir unseren Marsch fort bis zum 5ten July, wo dann eine kleine Affair zwischen uns und dem Feindt stattfandt. Ein preußisches Husarenregiment und unser Regiment veranlaßten ihm die Flucht, und er war am andern Morgen gänzlich gewichen. Wir setzten darauf unsern Marsch ungestört fort bis zum 25ten July, wo wir des Morgens um 7 Uhr schon von unserm Feindt mit Kanonenschüssen empfangen wurden.

Unser Regiment standt an der Spitze, und wir wurden zum Angriff von unserm General comrnandiert. Unser Oberst voran und wir, wie uns Pflicht und Schuldigkeit sagte, folgten als tapfere Soldaten. Etwas mußten wir weichen, allein der Zusatz vom 8ten Husaren-Regiment veranlaßte unsern Feindt, daß er uns unsere Position nicht entreißen konnte.

Viele von unserm Regiment todt, noch mehr blaissiert und ich auch, welches mich dann wirklich in eine sehr unangenehme Lage versetzte. Viele Stiche von Bajonetts in der linken Seite und Lende, welches mich auf eine Zeitlang zum Soldaten unbrauchbar machte; und ich sah mich genötigt, ins Hospital zu gehen, wo dann sehr schlecht für uns gesorgt wurde. Hier kam mir das Geschenk meiner lieben Eltern sehr zu nutze, und ich habe beinahe mein bares Vermögen gänzlich zugesetzt.

Bin aber auch dagegen unter dem Beistandt eines allmächtigen und gütigen Gottes soweit wieder hergestellt, daß ich morgen, den 27ten wieder den Marsch zum Regiment antrete, welches in der Zeit, die ich im Hospital verbrachte, eine ganze Strecke distanziert ist. Sobald ich dasselbe erreiche, werde ich meine Schuldigkeit als ein tapferer Krieger wie vormals machen, um dann nach dem vollendeten Feldzuge als ein Sieger in mein Vaterland zurückkehre.

Mein Camerad Bruns ist unterwegs von einer Kränklichkeit befallen und mußte sich schon damals ins Hospital legen. Oft gedenke ich meiner lieben Eltern und hauptsächlich meines lieben Bruders, und ich möchte die Gedanken desselben kennen, wenn ihm würden die Kartätschen und Gewehrkugeln wie uns um die Köpfe fliegen. Geld habe ich bis dato noch nicht nöthig, und wenn ich dasselbe wohl nöthig hätte, so ist die Überkunft desselben sehr gefährlich.

Ich bin jetzt sehr wohl und gesund, welches ich auch von Ihnen insgesamt hoffe und wünsche. Lebt so wohl und glücklich, als Ihr es begehrt und ich auch wünsche.

Grüßt alle guten Freunde und Bekannten von
Ihrem bis in den Todt liebenden Sohn
Arend von Elm

Chevauleger (Gattung der leichten Kavallerie)

 

Hier das zweiseitige Originalschreiben:vorne-franzosenbrief-original-beschnitt-653x1024

hinten-franzosenbrief-original-2-beschnitt-653x1024

 

Die Empfangsbestätigung des Landkreises vom 19. November 1984:bescheinigung-landkreis-cuxhaven
Werner Schieder erläutert im Jahre 1960:
Die heute in Bederkesa ausgestorbene Familie von Elm war eine der nachweisbar ältesten Familien in Bederkesa. Der Droste Johann Koch führt in seinem Schloßlagerbuch – um 1600 – bereits einen Stellenbesitzer Johann von Elm an.

1685 ist die Familie von Elm in Bederkesa weit verzweigt. Es gibt in Bederkesa deren vier. 1731 zählt Hinrich von Elm zu den Bederkesaer Bierbrauern. 1776 gibt es noch zwei Familien von Elm, Johann und Arend von Elm.

Arend ist der Vater unseres Briefschreibers. Der junge Arend wurde am 24. Oktober 1788 in Bederkesa geboren. Er wurde zum Heeresdienst unter Napoleon gezwungen und diente im Regiment Lanzier. Arend von Elm kehrt aus Rußland nicht zurück.

Der väterliche Hof geht auf seinen fünf Jahre jüngeren Bruder Johann Christian über. Dieser hat keinen männlichen Hoferben. Seine Tochter Anna Margaretha heiratet den aus Sulingen stammenden Arend Ludwig Meier, der als Postkutscher den Postwagen Bederkesa – Dorum fährt.

So kommt die Hofstelle an die Familie Meier. Nach fast 100 Jahren wiederholt sich das Schicksal des Hofes. Der einzige Sohn und Hoferbe Erich Meier kehrte aus dem letzten Weltkriege nicht zurück, er wird seit dem 8. August 1944 in Frankreich vermißt.

Herta Meyer, Bad Bederkesa ergänzt im Jahre 2016:
Bis zur Inflation von 1923 war die Familie von Elm eine der wohlhabendsten in Bederkesa.

august-meier-1960August Meier, 1960 Bederkesa, Holzurburger Straße

Der aus Sulingen stammende Arend Ludwig Meier, später Postkutscher in Bederkesa, ist direkter Vorfahre des Landwirts Helmut Meyer aus Borstel bei Nienburg, der mit seiner Ehefrau Herta Meyer, geb. Freye, 1953 den Hof seines Großonkels August Meier übernahm, weil wie bereits erwähnt, der Sohn von August Meier aus dem 2. Weltkrieg nicht mehr zurückkehrte.

helmut-meyer-grab-113804-s-w-klHelmut Meyer verstarb am 11. Mai 2016 und wurde im Familiengrab derer von Elms in Bad Bederkesa beigesetzt.

Fair Tritt zum Abschlachten

Fair Tritt zum AbschlachtenFAIR TRADE oder FAIR TRITT ?

Erneut 84 000 Hähnchen
zum Abschlachten in Bad Bederkesa

Hallo Martin!
Hier auf dem großen Schlachtfeld von Geestland zwischen Bederkesa und Alfstedt läuft alles nach Plan. Unsere Brüste und unsere Scheiße sollen nun privilegiert werden. Das eine geht als Billigfleisch weg und das Andere wird auf die Weiden drumherum ausgebracht. Wir haben zwar keinen  FAIR TRITT, sind aber dennoch Teil des städtischen Produktangebotes von Geestland.

Alles prima, Dein Heino-Hähnchen.

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Filme zur Hühnermast:

Urgeschmack-TV Ep. 75: Billigfleisch
http://www.urgeschmack.de/urgeschmack-tv-ep-75-billigfleisch/
Unser täglich Tier
https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/unser-taeglich-tier-huehnchen-massenproduktion-in-100.html
Masthühner in Deutschland
https://www.youtube.com/watch?v=SUt65vIIUTk
Größter Hähnchenmaststall Niedersachsens
https://www.youtube.com/watch?v=eGX94S7lwx4
Das System Wiesenhof – ARD exclusiv vom 31.08.11
https://www.youtube.com/watch?v=GWDD5VAQVvY

Presse-Info zur Hühnermast:

Wahnsinn: Industrielle Hähnchenmast
http://www.urgeschmack.de/wahnsinn-industrielle-haehnchenmast/
Wiesenhof und die Beissreflexe von Medien
http://meedia.de/2012/03/02/wiesenhof-und-die-beissreflexe-von-medien/
Mustereinwendung gegen den Bau von Hähnchenmasställen
http://antifa.sfa.over-blog.com/article-mustereinwendung-gegen-den-bau-von-hahnchenmasstallen-durch-klaus-lind-54692535.html
Masthühner
https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung/masthuehner
Zwei Hühnerleben
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/huehner-mast-bio-hof-und-konventioneller-betrieb-im-vergleich-a-854356.html
Gute Ware, schlechtes Gewissen
http://www.n-tv.de/ratgeber/Gute-Ware-schlechtes-Gewissen-article1561051.html
Wahnsinn des Missverhältnisses
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/geld-und-gemuese-wahnsinn-des-missverhaeltnisses-14873421.html
Wie gefährlich sind die Hähnchen-Keime?
http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/news/wie-gefaehrlich-sind-die-haehnchen-keime-aid-1.2666785
„Wir wollen niemand diffamieren, uns liegt nur viel an Pflanz‘ und Tieren“
http://www.sueddeutsche.de/panorama/neue-bauernregeln-wir-wollen-niemand-diffamieren-uns-liegt-nur-viel-an-pflanz-und-tieren-1.3364340

 

 

Private Bereicherung vs Öffentliches Interesse?

Problem-Zone Bad Bederkesa / AlfstedtPrivate Bereicherung vs Öffentliches Interesse in der Problem-Zone Bad Bederkesa / Alfstedt?

Geplante Hähnchenmastanlage von Bauer Schween in Bad Bederkesa.

Vorhandene Hähnchenmastanlage von Bauer Schween in Alfstedt.

Geplanter Windpark Bad Bederkesa / Alfstedt, teilweise von Bauer Schween als Verpächter.

Beerstland Great Again!

Beerstland Great Again!

PUSSY POWER GEESTLAND

You are so GREAT. I mean it. Really Great. Fantastic! You’ll make Beers GREAT AGAIN!

But we hate your unfaires Wirtschafts-Gekrüger concerning THE WINDPARK in BEERS!

Bestialische Gerüche in Bad Bederkesa

Bestialische Gerüche in Bad BederkesaBALD REALITÄT IN GEESTLAND?
Mehr Informationen gibt es auf der öffentlichen Ratssitzung am 14.02.2017 um 19.30 h im Sitzungssaal Bederkesa, Rathaus 2, Am Markt 8, 27624 Geestland / Bad Bederkesa.

Bestialische Gerüche in Bad Bederkesa!
Geplante Hähnchenmastanlage von Bauer Schween aus Alfstedt in Bad Bederkesa.
Die Industrialisierung  der Landwirtschaft schreitet in Geestland massiv voran: Die Weiden zwischen Alfstedt und Bad Bederkesa werden zum neuen Schlachtfeld, denn Bauer Schween ist ebenso Verpächter des geplanten Windparks Bederkesa / Alfstedt.

Stinkt so bald der Kurort Bad Bederkesa?
Alles bleibt besser – sagt das Rathaus!

 

Fair Treat in Geestland

FAIR TREAT in Geestland?
FAIRTRADE
auch bei der bedrohung durch windparks in bad bederkesa (geestland)

Es reicht eben nicht aus, FAIRTRADE Produkte auf den Markt zu bringen, sondern man muss auch verhindern, dass die Bürger nicht UNFAIR behandelt werden.
Vertrauen geht anders!

Existieren Sie noch in Bederkesa?

Existieren Sie noch in Bederkesa?
Wie man in das Geestland hineinruft, schallt es auch wieder heraus!

Tuuut —-

Mitarbeiter im Rathaus:
„Rathaus 1, Stadt Geestland, Guten Tag …”

Anrufer:
„Unser Mülleimer ist von Nehlsen verschluckt worden …”

Mitarbeiter im Rathaus:
Wohnen Sie im ehemaligen Langen oder Bederkesa …?

Anrufer:
„Nein, wir wohnen im immer noch existierenden Bad Bederkesa”

Mitarbeiter im Rathaus:
„Ok, dann stelle ich durch …”

Anrufer:
„What The F*@% ?”

 

Wut und Mut in Geestland

Wut und MutDoppelbödige Botschaft des Bürgermeisters der Stadt Geestland

Die Nordsee-Zeitung schrieb am 31.12.2016 in ihrem Landkreisteil:
„Das Interview: Thorsten Krüger (SPD), Bürgermeister der Stadt Geestland, bilanziert und blickt voraus
„Wir sollten die ,Mutbürger‘ mehr nach vorne lassen“

(…) Dulden Sie Kritik?
Natürlich. Aber damit hat das nichts zu tun. Wir sollten nur den wenigen „Wutbürgern“ nicht so viel Raum geben, weil sie oftmals nicht konstruktiv sind. Dafür sollten wir die „Mutbürger“ mehr nach vorne lassen. Die sind klar in der Überzahl, die engagieren sich. Und die helfen einem Gemeinwesen letztlich weiter. Denen sage ich Danke. Ebenso den Menschen in den Orten, die so viele Aktivitäten auf die Beine stellen. Alle Ortschaften bilden unsere Stadt und tragen dazu bei, dass wir da stehen, wo wir stehen. Das „Wir“ ist Geheimnis unseres Erfolgs.

Unsere Meinung dazu:

Unsere Zukunft als Bürger Geestlands fängt noch im alten Jahr mit einem Versprechen der Bürgermeisters an. Zunächst stimmt er noch positiv ein: „Wir sollten die ,Mutbürger‘ mehr nach vorne lassen“, doch gleich darauf erwächst daraus eine Verpflichtung, sich ihm unterzuordnen.

Die Richtung wird nicht näher ausgeführt, dennoch steckt in seinem Satz „Wir sollten nur den wenigen „Wutbürgern“ nicht so viel Raum geben, weil sie oftmals nicht konstruktiv sind.” so viel Unwissen, Ignoranz und Ausgrenzung über die Vielzahl von Meinungen und Haltungen in der Bevölkerung, dass man sich über das fehlende integrierende Händereichen einem Andersdenkenden gegenüber schämen muss.
Es ist also Herr Krüger, der unsere Welt in Gut und Böse teilt?

Diese antipluralistische Herangehensweise gegenüber den Anvertrauten lässt einen erschauern. Was schimmert da für ein Führungs- und Alleinvertretungsanspruch durch?

Viel versöhnlicher und integrierender im Vergleich dazu kommt die Meldung dieser Tage aus der Elbe-Weser aktuell (EWa) vom 11. Januar 2017 daher, wo die Lebenshilfe Cuxhaven sich mit einem für alle motivierenden Motto „Teilhabe statt Ausgrenzung” an die Menschen wendet.

Schade Herr Krüger, es hätte toll werden können, wenn Sie nicht die sozialen Prozesse gleich kalt stellten und die Schuldigen suchten. Warum suchen Sie die Fehler im System nicht mal in den eigenen Reihen?

Warum sagen Sie auch nicht einfach, dass bei der von Ihnen beschriebenen Finanzbedrohung der Stadt nicht die Bürger die Verantwortung dafür tragen können, sondern ihre politischen und Verwaltungs-Vorgänger. Das könnten Sie ja zum Gesprächsgegenstand machen, wenn Sie wieder einmal Ihrer Nordsee-Zeitung ein Interview geben.

Gott sei Dank steht das alles so nicht im Fusionsvertrag. Wir müssten einmal über die Ausführungsbestimmungen dieses Papiers sprechen.
Ihre Beerster aus dem Beerstland

P.S.
Viele Bürger in Bad Bederkesa sind nun richtig ungehalten darüber, da Sie Ihr Können, Wissen und Wollen nicht zum Einsatz gebracht haben, als es um die Verhinderung des Windparks Bederkesa / Alfstedt ging.
Nein, es ging Ihnen lediglich um das Knarzen der Akten, sprich „Abarbeiten” eines Verwaltungsvorganges. Und nun wollen Sie diese Menschen auch noch abstrafen und brandmarken?

Die Beerster sind fassungslos über die Tatsache, dass Sie sie in dem Glauben gelassen haben, man würde ihre Sorgen um den Windpark Bederkesa / Alfstedt Ernst nehmen. So wie die Sorge um ihre Gesundheit, das Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit und den Verlust Ihrer Eigentumswerte, verursacht durch den viel zu nah gelegenen Windpark an den Wohngebieten.

Wo bleibt denn anstelle dessen ein von Ihnen vorgelebtes, freundliches Verhalten, das Lust macht auf eine Gemeinschaft und Skeptiker durch positives Vorleben überzeugt?
Es reicht eben nicht aus, FAIRTRADE Produkte auf den Markt zu bringen, man muss auch bereit sein, seine Bürger fair zu behandeln.

Nix über geschädigte Menschen

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Die Nordsee-Zeitung berichtet in ihren Artikeln über Windparks gerne über die Technik, die Betreiberhelden, die Seeadler und die Uhus, aber nie über die von den Windparks betroffenen und geschädigten Menschen.

Die Niederelbe-Zeitung war an dieser Stelle übrigens viel bürgernäher und vertrauenerweckender!