Bülkauer Grünkohl TÜV

Bülkauer Grünkohl TÜVNicht nur, dass die CDU sehr viele Positionen der Grünen-Partei übernommen hat, nun hat der Landesvorsitzende der CDU Niedersachsen Bernd Althusmann auch noch als schwarzer Politiker den Bülkauer „Grünkohl-TÜV“ be- und überstanden.

Er schimpfte dann beim Essen über den rot-grünen Kohl, den er so gerne ausmerzen will.

Ein lustiger Mensch, der andere gern nach Hause schickt, damit er selber mehr auf dem Teller hat und sich dabei hinter einer grünen Politik verstecken kann.

Vorschlag:
Die Logofarbe der CDU auf „Lodengrün” zu ändern, damit keine Missverständnisse mehr entstehen.

Zitate aus der Nordsee-Zeitung vom 13.7.2017

CDU-Kandidat Bernd Althusmann im Grünkohl-TÜV
Land Hadeln: Weil-Herausforderer nimmt in Bülkau Landesregierung ins Visier – Ferlemann: Rot-Grün gibt blamables Bild ab (…)

Althusmann will bei der Landtagswahl die rot-grüne Landesregierung „nach Hause schicken, wo sie hingehört“.
(…)

Auch zur Landwirtschaft machte Althusmann Anmerkungen. Es sei für ihn unerträglich, dass der zweitgrößte Arbeitgeber in Niedersachsen mit 37 000 Betrieben jedes Jahr aufs Neue an den Pranger gestellt werde. Es müsse Schluss sein mit den Angriffen auf die Landwirte, die durch die aktuelle Politik des niedersächsischen Landwirtschaftsministers verstärkt würden, zuletzt mit einem Ackerrandstreifenprogramm, durch das 80 000 Hektar kalt enteignet würden. (…)

Die Bundesregierung will 30 große Verkehrsinfrastrukturprojekte wie die A 20 schneller und einfacher voranbringen und Klagewege verkürzen. Es sei immer dasselbe Spiel, meinte Ferlemann. Die SPD versichere, dass die Planung der Autobahn und des Tunnels mit Hochdruck vorangehe und die Grünen als Koalitionspartner der SPD behaupteten genau das Gegenteil. „Dieses Spiel ist nun im Bundesrat aufgefallen“, so Ferlemann. „Ein rabenschwarzer Tag für Niedersachsen“, meinte auch Althusmann: „Die rot-grüne Landesregierung tut alles, um den Bau der A 20 zu verhindern. Die Landesregierungfällt der eigenen Wirtschaft  in den Rücken und handelt hier gegen Landesinteressen.“

 

Absurder Geestland Park

Geestland ParkGewerbegebiet No. 3:
Bad Bederkesa / Alfstedt  – Zukunftsvision für 2019

Privilegiertes Gewerbegebiet No. 3 der Landwirte für Windkraft, Strom, Mais, Hähnchenmast und Mistverklappung

In naher Zukunft wird das Weidegebiet zwischen Drangstedt, Alfstedt und Bad Bederkesa zu einem neuen und Gewerbegebiet Nr. 3 von Bad Bederkesa unvorstellbaren Ausmasses heranwachsen. Wir nennen es heute schon einmal „Geestland Park”.
Allein das ca. 120 ha grosse Windindustrie-Gelände mit 13 Mühlen wird dem Frankfurter Flughafen gleichen und nachts seine Terrorlichter über den ganzen Horizont abfeuern.

Die Grafik dieser Nordsee-Galeere zeigt diese Zukunftsvision deutlich. Hier wird das Refugium der Menschen in ihrer Lebensqualität, das Habitat der Seeadler und anderer bedrohter Vogelarten und die schützenswerten Wallhecken einer rein industrieorientierten Wirtschaftsförderung der Stadt Geestlands komplett geopfert.

Der Bürgermeister lässt in der Nordsee-Zeitung noch am 8.3.2017 verlautbaren: Dass Bürger und Politiker geteilter Meinung über das Bauvorhaben sind, darüber ist sich Bürgermeister Thorsten Krüger im Klaren. „Wir entscheiden nicht darüber, ob wir das gut oder nicht gut finden“, machte er klar. Rechtlich gesehen müsse die Stadt sich an das Gesetz halten. Und vor diesem gelte der Gleichheitsgrundsatz für Blockheizkraftwerke in Beers ebenso wie in Debstedt oder Sievern – gleich welche Bauten damit versorgt werden.”

Der Bürgermeister (eher ein Bauernmeister?) findet keinen Widerspruch in der Tatsache, dass die ansässigen Landwirte ihre von der Landkreisverwaltung privilegierten Projekte auch mit seiner Hilfe und die der Geestland CDU gegen die Bevölkerung durchsetzen.
Als SPD Mann sind ihm die Parteiziele der Geestland CDU zumindest genauso, wenn nicht wichtiger. Von einem soziademokratischen Engagement ist wenig zu verspüren. Obwohl  er sich darum  bewirbt, ein  Meister seiner Bürger zu sein, können wir weder an seiner noch an der CDU Politik in Geestland etwas Ökologisches erkennen.

Auch von „Fair Trade” kann hier in Geestland überhaupt nicht die Rede sein, eher ist es ein „Fair Tritt” für die gequälten Tiere!
Eine Verwaltung, die Massentierhaltung als rein technischen Prozess sieht und sich damit auf die Seite des Massenfleischmarktes stellt, macht es sich einfach und setzt sich nicht mit ethischen Fragen des Tierwohles auseinander.
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Zitat aus der Open Petition von Grünen-Abgeordneten und Ratsherrn Dr. Christian Wolf:
Petition: Nein zur Hähnchenmastanlage in Bad Bederkesa/Geestland

„Massentierhaltung steht im Gegensatz zu Nachhaltigkeit, Fair Trade und Klimaschutz. Dinge, die sich die Stadt Geestland auf die Fahne geschrieben hat. Wir brauchen keine weiteren Mastställe, denn
• Ressourcen wie Luft, Grundwasser und Böden werden durch Emissionen und Überdüngung gefährdet, mit ihnen muss schonend umgegangen werden. Nicht nur Menschen, sondern auch alle anderen Lebewesen sind davon betroffen. Hühnerkot als Dünger verbreitet Bakterien und belastet unser Grundwasser durch hohen Stickstoff-, Phosphor- und Nitratgehalt; (…)

• Die Geruchsbelästigung, die nur nach GIRL ausgewiesen wird, jedoch nichts über die Intensität aussagt, wird zu einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität der Anwohner und für den Tourismus in Bad Bederkesa führen;
• Es ist bekannt, dass sich für Häuser und Grundstücke in der Nähe solcher Anlagen ein erheblicher Wertverlust ergibt. Wir sehen das Recht ortsansässiger Bürger auf Wahrung ihres Besitzes gefährdet!”
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Der Landwirt Heino Schween als einer der Hauptverantwortlichen betreibt von seinem Hof in Alfstedt aus 4 Hähnchenmastställe dann zukünftig zusammen 168 000 Masttieren und mehreren Windmühlen verteilt auf das ganze Gebiet zwischen Drangstedt, Alfstedt und Bad Bederkesa. Dieses zukünftige bäuerliche Gewerbegebiet wird dann mit einer geschätzten Grösse von min. 500 ha umspannt sein.

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Die Produzenten der „Nordsee-Galeere” betonen ausdrücklich, dass sie Verfechter der regenerativen Energieformen sind, sich aber gegen die frühkapitalistischen Landnahmen durch die Landkreisverwaltung Cuxhaven und der Stadt Geestland, die Landschaftsbild-Deformationen und die Vernichtung der in den Windparks lebenden Vögel aussprechen. Betreiberfirmen und landverpachtende Landwirte zeigen dabei keinerlei Interesse, mit den betroffenen Menschen in einen Dialog um bessere Standortlösungen zu treten.

Dabei werden werden bevorzugte Wohnlagen natürlich von den Industrie-Windgeländen verschont, da dort die Lobby wohnt und gerne spielt.

Die Grundstückswerte der betroffenen Menschen dagegen sinken im Wert und die Gesundheit wird durch fiese Geräusche und Schlagschatten beeinträchtigt. Ein Lawine von Klagen würden die Betreiber zu erwarten haben.

Die Marktfrau gibt auf!

Die Marktfrau gibt auf!

Liebe Marktfrau,
das ist nicht besonders nett von Dir, was du da mit uns Bürgern in Bad Bederkesa machst!

Warum predigst du uns nun Stillehalten und Erdulden? Hat dich jemand dazu beauftragt, diesen Text zu verfassen?

Das Projekt wäre schwer einschätzbar, sagst du? Wir glauben nicht, dass es förderlich für die Beerster Bürger ist, wenn du mit deinem Satz: „Die alte Weisheit, dass der technische Fortschritt der menschlichen Vorstellungskraft weit voraus ist, trifft für den Bau des Windparks nur allzu genau zu.” uns glauben machen willst, dass unsereins die Kompetenz nicht hätte, dieses Horror-Bauprojekt für Mensch und Tier zu beurteilen.

Wenn du sagst: „Die Industrieanlagen sind ein Beitrag zur Energiewende, den wir nun aushalten müssen. Wenn wir wollen, dass Atomkraftwerke abgeschaltet werden, dass Kohlekraftwerke aufhören sollen, die Luft zu verschmutzen, sollten wir doch eigentlich eine Technologie, die sauberen Strom produziert, akzeptieren.” muss ich dir ganz klar widersprechen!

Windkraft ist gut und ohne sie geht der Umstieg auf erneuerbare Energien nicht. Entscheidend ist der STANDORT. Um den geht es, nicht um eine Verteufelung der Windkraft. Wir stimmen dir vollkommen zu, dass der Standort ungeeignet ist und wollen deshalb diesen Windpark NICHT. Vielmehr muss ein Anstoß gegeben werden, geeignetere Standorte zu finden.

Nein, vielen Dank, liebe Marktfrau! Deinen Rat brauchen wir nun nicht mehr! Wir werden uns nun fürderhin selbst verteidigen und weiterhin unsere Anliegen selbst formulieren.

Deinen Gedanken: „Es fällt schwer, dies vor einer solchen Baumaßnahme zu beurteilen, denn diese neuere Technologie ist von den meisten Menschen schwer einschätzbar.” halten wir insbesondere für außerordentlich irreführend.

Du möchtest gerne artig und folgsam sein, der Verwaltung gefallen, obwohl du weißt, dass die juristische Beurteilung über den Bau des Windparks Bederkesa/Alfstedt noch längst nicht abgeschlossen ist. Weder hat eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung UVP stattgefunden, noch wurde das Vorkommen der Uhus und Seeadler ausreichend berücksichtigt!

Warum fördert der Verschönerungsverein keine weiteren Solidaritätsaktionen für die Bürger zusammen mit den Betroffenen? Wo sind die Aufkleber und Plakate, in denen die Bürger sich wiedererkennen?
Warum wird jetzt gekuschelt und zu welchem Preis?

Kämpfen geht anders!

Deine Mathilde
Ehrenamtliche Bürgersprecherin in Beers

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Auszüge aus dem Originaltext der Geestland Rundschau, dem Presseorgan der Stadt Geestland, des Bürgermeisters Thorsten Krüger und des Verschönerungsvereins vom 3/2017, der von der anonym schreibenden Marktfrau verfasst wurde:

MARKTFRAU
Es ist soweit …

Der Windpark kommt. 13 Windräder, die bis zur Rotorblattspitze mehr als das 5-fache unserer Kirchturmhöhe messen, werden nun aufgestellt. Eine gigantische Industrieanlage entsteht im Nahbereich von Bad Bederkesa und Alfstedt. Sie wurde am 31.12.2016 in buchstäblich letzter Minute vom zuständigen Bauamt des Landkreises genehmigt, denn ab dem 01.01.2017 gelten neue Gesetze, die für die Investoren weniger planbare Erfolgsrechnungen bedeuten könnten. Die Industrieanlagen sind ein Beitrag zur Energiewende, den wir nun aushalten müssen. Wenn wir wollen, dass Atomkraftwerke abgeschaltet werden, dass Kohlekraftwerke aufhören sollen, die Luft zu verschmutzen, sollten wir doch eigentlich eine Technologie, die sauberen Strom produziert, akzeptieren. Aber bedeutet jede industrielle Baumaßnahme nicht auch einen Eingriff in die Natur und beeinträchtigt sie nicht immer auch irgendwie die Lebensqualität der dort wohnenden Menschen? Besonders in windreichen Gebieten wie bei uns, rücken die Anlagen immer näher. Es ergibt sich die Frage, wie weit Anwohner, also Bürgerinnen und Bürger die damit verbundenen Beeinträchtigungen hinnehmen müssen, wie weit geltende Gesetze des Naturschutzes und des Landschaftsschutzes, wenn sie denn dem Vorhaben entgegenstehen.

(…)

Wo ist die Grenze des Machbaren, die Grenze dessen, was Bürger auszuhalten bereit sind? Ist sie nicht dort, wo die Natur besonderen Schaden nimmt, wo Menschen sich in unmittelbarer Nähe nicht mehr wohlfühlen, nicht nur weil Schattenwurf und Geräuschpegel lästig sind und Marktfrau sogar krank machen? Es fällt schwer, dies vor einer solchen Baumaßnahme zu beurteilen, denn diese neuere Technologie ist von den meisten Menschen schwer einschätzbar. Die alte Weisheit, dass der technische Fortschritt der menschlichen Vorstellungskraft weit voraus ist, trifft für den Bau des Windparks nur allzu genau zu.

(…)

Am Ende werden 13 statt ursprünglich geplanter 16 Windkrafträder gebaut und einige Auflagen werden erteilt. Es wird wohl auch Nachbesserungen geben, weil letzte Gutachten (z.B. den Uhu und den Seeadler betreffend) am 31.12.2016 noch nicht vorlagen. Ob von Ausgleichszahlungen aufgrund der Beeinträchtigungen der betroffene Ortsbereich profitieren wird, ist ebenfalls nicht geklärt.

Link zum Download des kompletten Artikels in der
Geestland Rundschau 3/2017 auf Seite 2
https://www.geestland.eu/download/index.php?menuid=607&topmenu=7

Fukushima mahnt!

Fukushima mahnt!Mahnwache der Grünen zum Jahrestag der Atom-Katastrophe am 13.3.2017 um 17.00 h vor dem Rathaus in Bad Bederkesa (Geestland).

Überall ist zu lesen, Deutschland habe den Atomausstieg beschlossen. Bisher wurden aber erst neun AKW abgeschaltet. Acht laufen noch viele Jahre weiter. Und so ist Deutschland noch immer zweitgrößter Atomstrom-Produzent der EU.

EWE-Netz ausgeknockt?

EWE-Netz ausgeknocktEs wäre eine gute Nachricht für die Menschen in Geestland, wenn wegen der Vorfälle im Vorstand von EWE-Netz in Oldenburg das Windindustriegelände Bederkesa/Alfstedt konsequenterweise auch nicht angeschlossen würde. Dabei überlassen wir es dem Vorstand, wie er die betroffenen Bürger in Geestland entlastet.

Schä(n)dlich für Mensch und Tier und auch für das Image der mitverdienenden Bauern, die ja mit dem Windstrom und Hilfe von EWE-Netz auf Kosten der umliegenden Menschen ihr Geld verdienen wollen.

Stimmen aus der Presse:

Entscheidung über Ablösung von EWE-Chef naht
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Entscheidung-ueber-Abloesung-von-EWE-Chef-naht,ewe358.html

Klitschko-Spende bringt Manager zu Fall
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ewe-chef-klitschko-spende-bringt-manager-zu-fall-1.3391798

EWE muss nach Spendenaffäre auch Korruptionsvorwürfe klären
https://www.merkur.de/wirtschaft/versorger-ewe-muss-weitere-korruptionsvorwuerfe-aufklaeren-zr-7410543.html

EWE muss nach Spendenaffäre auch Korruptionsvorwürfe klären
http://www.stern.de/wirtschaft/news/konzernrevision-ermittelt-ewe-muss-nach-spendenaffaere-auch-korruptionsvorwuerfe-klaeren-7331358.html

EWE-Aufsichtsratsspitze: Brückmann soll gehen
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/EWE-Aufsichtsratsspitze-Brueckmann-soll-gehen,ewe342.html

EWE: Ermittlungen gegen Brückmann wegen Untreue
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/EWE-Ermittlungen-gegen-Brueckmann-wegen-Untreue,ewe350.html

Korruption? Staatsanwaltschaft ermittelt bei EWE
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Korruption-Staatsanwaltschaft-ermittelt-bei-EWE,ewe352.html

Nach Klitschko-Spende: EWE-Chef soll zurücktreten
http://nord24.de/der-norden/nach-klitschko-spende-ewe-chef-soll-zuruecktreten

 

Ein Feldpostbrief aus dem Rußlandfeldzug 1812

Präambel:
Der „Franzosenbrief” aus dem Besitz der Bederkesaer Familie Helmut und Herta Meyer ist ein historisch wertvoller Beleg aus der französischen, napoleonischen Besatzungszeit, der  im Jahre 1984 als regionales Geschichtsdokument vom Landkreis Cuxhaven im Burgmuseum Bad Bederkesa für die Archäologische Denkmalpflege ins Archiv aufgenommen wurde.

niederdeutsches-heimatblatt-franzosenbrief

Erschienen in „Niederdeutsches Heimatblatt” Nr 129,
September 1960
Mitteilungsblatt der Männer vom Morgenstern
Heimatbund an Elb- und Wesermündung e.V.

Ein Feldpostbrief aus dem Rußlandfeldzug 1812
Altbauer August Meier, Bederkesa stellte mir aus Familienakten nachstehend wiedergegebenen Feldpostbrief aus den Septembertagen des Jahres 1812 zur Verfügung.
(Übersetzung von Werner Schieder)

Lepel, am 26. September 1812

Meine lieben Eltern! Ihren letzten Brief vom 7ten Juny habe ich am 13ten July richtig erhalten. Groß war meine Freude, als ich das Glück hatten von den Händen liebender Eltern einen Brief zu erhalten, und zum höchsten Gipfel meiner Freude, als ich den Wechsel derselben darin erhielt.

Am 24ten Juny gingen wir über die Memel und betrat ich also zum ersten Mahle Rußland. Ehe wir das unternahmen, wurde uns erst die feierliche Proclamation vorgelesen, daß der Krieg zwischen Frankreich und Rußland unvermeidlich sei, indem letzteres dem Erbfeind von Frankreich (England) nicht entsagen wolle.

Ungehindert setzten wir unseren Marsch fort bis zum 5ten July, wo dann eine kleine Affair zwischen uns und dem Feindt stattfandt. Ein preußisches Husarenregiment und unser Regiment veranlaßten ihm die Flucht, und er war am andern Morgen gänzlich gewichen. Wir setzten darauf unsern Marsch ungestört fort bis zum 25ten July, wo wir des Morgens um 7 Uhr schon von unserm Feindt mit Kanonenschüssen empfangen wurden.

Unser Regiment standt an der Spitze, und wir wurden zum Angriff von unserm General comrnandiert. Unser Oberst voran und wir, wie uns Pflicht und Schuldigkeit sagte, folgten als tapfere Soldaten. Etwas mußten wir weichen, allein der Zusatz vom 8ten Husaren-Regiment veranlaßte unsern Feindt, daß er uns unsere Position nicht entreißen konnte.

Viele von unserm Regiment todt, noch mehr blaissiert und ich auch, welches mich dann wirklich in eine sehr unangenehme Lage versetzte. Viele Stiche von Bajonetts in der linken Seite und Lende, welches mich auf eine Zeitlang zum Soldaten unbrauchbar machte; und ich sah mich genötigt, ins Hospital zu gehen, wo dann sehr schlecht für uns gesorgt wurde. Hier kam mir das Geschenk meiner lieben Eltern sehr zu nutze, und ich habe beinahe mein bares Vermögen gänzlich zugesetzt.

Bin aber auch dagegen unter dem Beistandt eines allmächtigen und gütigen Gottes soweit wieder hergestellt, daß ich morgen, den 27ten wieder den Marsch zum Regiment antrete, welches in der Zeit, die ich im Hospital verbrachte, eine ganze Strecke distanziert ist. Sobald ich dasselbe erreiche, werde ich meine Schuldigkeit als ein tapferer Krieger wie vormals machen, um dann nach dem vollendeten Feldzuge als ein Sieger in mein Vaterland zurückkehre.

Mein Camerad Bruns ist unterwegs von einer Kränklichkeit befallen und mußte sich schon damals ins Hospital legen. Oft gedenke ich meiner lieben Eltern und hauptsächlich meines lieben Bruders, und ich möchte die Gedanken desselben kennen, wenn ihm würden die Kartätschen und Gewehrkugeln wie uns um die Köpfe fliegen. Geld habe ich bis dato noch nicht nöthig, und wenn ich dasselbe wohl nöthig hätte, so ist die Überkunft desselben sehr gefährlich.

Ich bin jetzt sehr wohl und gesund, welches ich auch von Ihnen insgesamt hoffe und wünsche. Lebt so wohl und glücklich, als Ihr es begehrt und ich auch wünsche.

Grüßt alle guten Freunde und Bekannten von
Ihrem bis in den Todt liebenden Sohn
Arend von Elm

Chevauleger (Gattung der leichten Kavallerie)

 

Hier das zweiseitige Originalschreiben:vorne-franzosenbrief-original-beschnitt-653x1024

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Die Empfangsbestätigung des Landkreises vom 19. November 1984:bescheinigung-landkreis-cuxhaven
Werner Schieder erläutert im Jahre 1960:
Die heute in Bederkesa ausgestorbene Familie von Elm war eine der nachweisbar ältesten Familien in Bederkesa. Der Droste Johann Koch führt in seinem Schloßlagerbuch – um 1600 – bereits einen Stellenbesitzer Johann von Elm an.

1685 ist die Familie von Elm in Bederkesa weit verzweigt. Es gibt in Bederkesa deren vier. 1731 zählt Hinrich von Elm zu den Bederkesaer Bierbrauern. 1776 gibt es noch zwei Familien von Elm, Johann und Arend von Elm.

Arend ist der Vater unseres Briefschreibers. Der junge Arend wurde am 24. Oktober 1788 in Bederkesa geboren. Er wurde zum Heeresdienst unter Napoleon gezwungen und diente im Regiment Lanzier. Arend von Elm kehrt aus Rußland nicht zurück.

Der väterliche Hof geht auf seinen fünf Jahre jüngeren Bruder Johann Christian über. Dieser hat keinen männlichen Hoferben. Seine Tochter Anna Margaretha heiratet den aus Sulingen stammenden Arend Ludwig Meier, der als Postkutscher den Postwagen Bederkesa – Dorum fährt.

So kommt die Hofstelle an die Familie Meier. Nach fast 100 Jahren wiederholt sich das Schicksal des Hofes. Der einzige Sohn und Hoferbe Erich Meier kehrte aus dem letzten Weltkriege nicht zurück, er wird seit dem 8. August 1944 in Frankreich vermißt.

Herta Meyer, Bad Bederkesa ergänzt im Jahre 2016:
Bis zur Inflation von 1923 war die Familie von Elm eine der wohlhabendsten in Bederkesa.

august-meier-1960August Meier, 1960 Bederkesa, Holzurburger Straße

Der aus Sulingen stammende Arend Ludwig Meier, später Postkutscher in Bederkesa, ist direkter Vorfahre des Landwirts Helmut Meyer aus Borstel bei Nienburg, der mit seiner Ehefrau Herta Meyer, geb. Freye, 1953 den Hof seines Großonkels August Meier übernahm, weil wie bereits erwähnt, der Sohn von August Meier aus dem 2. Weltkrieg nicht mehr zurückkehrte.

helmut-meyer-grab-113804-s-w-klHelmut Meyer verstarb am 11. Mai 2016 und wurde im Familiengrab derer von Elms in Bad Bederkesa beigesetzt.

Fair Tritt zum Abschlachten

Fair Tritt zum AbschlachtenFAIR TRADE oder FAIR TRITT ?

Erneut 84 000 Hähnchen
zum Abschlachten in Bad Bederkesa

Hallo Martin!
Hier auf dem großen Schlachtfeld von Geestland zwischen Bederkesa und Alfstedt läuft alles nach Plan. Unsere Brüste und unsere Scheiße sollen nun privilegiert werden. Das eine geht als Billigfleisch weg und das Andere wird auf die Weiden drumherum ausgebracht. Wir haben zwar keinen  FAIR TRITT, sind aber dennoch Teil des städtischen Produktangebotes von Geestland.

Alles prima, Dein Heino-Hähnchen.

Stellungsnahmen von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN:

Chance vertan, ein Zeichen zu setzen

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Filme zur Hühnermast:

Urgeschmack-TV Ep. 75: Billigfleisch
http://www.urgeschmack.de/urgeschmack-tv-ep-75-billigfleisch/
Unser täglich Tier
https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/unser-taeglich-tier-huehnchen-massenproduktion-in-100.html
Masthühner in Deutschland
https://www.youtube.com/watch?v=SUt65vIIUTk
Größter Hähnchenmaststall Niedersachsens
https://www.youtube.com/watch?v=eGX94S7lwx4
Das System Wiesenhof – ARD exclusiv vom 31.08.11
https://www.youtube.com/watch?v=GWDD5VAQVvY

Presse-Info zur Hühnermast:

Wahnsinn: Industrielle Hähnchenmast
http://www.urgeschmack.de/wahnsinn-industrielle-haehnchenmast/
Wiesenhof und die Beissreflexe von Medien
http://meedia.de/2012/03/02/wiesenhof-und-die-beissreflexe-von-medien/
Mustereinwendung gegen den Bau von Hähnchenmasställen
http://antifa.sfa.over-blog.com/article-mustereinwendung-gegen-den-bau-von-hahnchenmasstallen-durch-klaus-lind-54692535.html
Masthühner
https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung/masthuehner
Zwei Hühnerleben
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/huehner-mast-bio-hof-und-konventioneller-betrieb-im-vergleich-a-854356.html
Gute Ware, schlechtes Gewissen
http://www.n-tv.de/ratgeber/Gute-Ware-schlechtes-Gewissen-article1561051.html
Wahnsinn des Missverhältnisses
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/geld-und-gemuese-wahnsinn-des-missverhaeltnisses-14873421.html
Wie gefährlich sind die Hähnchen-Keime?
http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/news/wie-gefaehrlich-sind-die-haehnchen-keime-aid-1.2666785
„Wir wollen niemand diffamieren, uns liegt nur viel an Pflanz‘ und Tieren“
http://www.sueddeutsche.de/panorama/neue-bauernregeln-wir-wollen-niemand-diffamieren-uns-liegt-nur-viel-an-pflanz-und-tieren-1.3364340

 

 

Private Bereicherung vs. Öffentliches Interesse?

Problem-Zone Bad Bederkesa / AlfstedtPrivate Bereicherung vs. Öffentliches Interesse in der Problem-Zone Bad Bederkesa / Alfstedt?

Geplante Hähnchenmastanlage von Bauer Schween in Bad Bederkesa.

Vorhandene Hähnchenmastanlage von Bauer Schween in Alfstedt.

Geplanter Windpark Bad Bederkesa / Alfstedt, teilweise von Bauer Schween als Verpächter.

Beerstland Great Again!

Beerstland Great Again!

PUSSY POWER GEESTLAND

You are so GREAT. I mean it. Really Great. Fantastic! You’ll make Beers GREAT AGAIN!

But we hate your unfaires Wirtschafts-Gekrüger concerning THE WINDPARK in BEERS!